2.41 Ein 40-jähriger Mann sucht wegen diffuser Symptome eine Hausarztpraxis auf. Während der ersten Konsultation präsentiert er sich ausgesprochen sprachgewandt und selbstbewusst. Aufgrund dieses Auftretens beurteilt der Arzt den Patienten als sehr einsichtig und kooperativ hinsichtlich der weiteren Diagnostik. Erst im Rahmen weiterer Termine bemerkt der Mediziner, dass der Patient tatsächlich unter erheblichen Ängsten leidet und eine Auseinandersetzung mit seinem Gesundheitszustand und einer potenziellen Diagnose vermeidet.
Welchem Wahrnehmungsfehler ist der Arzt bei der ersten Begegnung am ehesten erlegen?
Antwortmöglichkeiten
- (A) Recency-Effekt
- (B) Projektion
- (C) Effekt der zentralen Tendenz
- (D) Halo-Effekt
- (E) Kontrasteffekt